Korschenbroich Irgendwann muss es den Göttern der alten Griechen in der Sagenwelt rund um den Olymp zu eng geworden sein. Sie suchten das Weite - und fanden es. Auch in unserer Nähe, etwa mitten in Korschenbroich. Wo die Germanen in grauer Vorzeit wohl mehr dem Met als dem Alt zusprachen, lockt in unseren Tagen ein bemerkenswertes Restaurant: Die Taverne "Nefeli", benannt nach Nephele, der Göttin der Wolken, serviert Helas - Küche auf gehobenem Niveau. Schon das Haus ist gewissermaßen göttlich: In dem schönen alten vollständig restauriert wurde, tafeln die Gäste nun auf zwei Etagen und mehreren Ebenen in einem denkmalwerten Ambiente: weiße Schlemmwände, erdige Brandsteinmauern und überall viel Gebälk. Bei den Speisen setzt "Nefeli" - Chef Athanassios Tihalas besonders gern auf Produkte aus dem submarinen Götterreich von Poseidon: Frischer Fisch wird täglich offeriert, wobei freundliche Kellner vor der Bestellung große Silberstabletts herantragen, auf denen die aktuellen Fänge zeigen, dass sie makellose schuppen haben. Der Seewolf, die Dorade und ihre rosa Schwester, die Rotbrasse, liegen hier sehr häufig auf dem Grill – und werden angesichts der stark steigenden Handelspreise für Meeresfrüchte gewiss gäste-günstig kalkuliert. Worin neben Kartoffeln und zweierlei Gemüse auch noch ein Salatteller inbegriffen ist (vom Ouzo vorweg ganz zu schweigen). Das Victoria – Filet aus der Pfanne ist auf den Punkt zart und saftig gebraten und beeindruckt zudem durch eine aromatische Sauce aus frischen Tomaten, Lauchzwiebeln und Basilikum. Auf der Standardkarte findet der Meeresfreund immer Scampi, Baby – Calamares, Schwertfisch, Zander und Lachs. Ansonsten bietet die Taverne Qualität auch bei vielen Greco-Klassikern wie Lamm – Spezialitäten, Grill – Tellern , Gyros, Steaks und Filets, Bifteki, Moussaka und Souvlaki. Helle Freunde für Hellas - Freunde. (RP 24.05.2006)

Zeitungsartikel über Nefeli